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Vorbereitungsdienst  im Gasthörerstatus

Durch die Umstellung auf das Bachelor-/Mastersystem verschieben sich die Prüfungszeiträume für die 1. Phase der Lehrerbildung im Vergleich zu denjenigen des auslaufenden 1. Staatsexamens. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird seit dem Vorbereitungsdienst 2020 Studierenden, die ihren Masterstudiengang im Wintersemester abschließen und das Zeugnis über die im Masterstudiengang erbrachten Leistungen nicht rechtzeitig bis zu Beginn des Vorbereitungsdienstes, jedoch bis spätestens 31.03., vorlegen können, die Möglichkeit eröffnet, zunächst als Gasthörerin/Gasthörer an den Veranstaltungen des Seminars und der Ausbildungsschule im Rahmen des Vorbereitungsdienstes teilzunehmen. Die Zulassung als Gasthörerin/Gasthörer setzt voraus, dass alle Studien- und Prüfungsteilen noch während des Wintersemesters erfolgreich abgeschlossen werden, damit die Vorlage des Zeugnisse bis 31.03 gewährleistet werden kann. Klären Sie dies bitte im Vorfeld mit Ihrer Hochschule ab.

Bitte bewerben Sie sich fristgerecht über das VD-Online-Bewerbungsverfahren für den Vorbereitungsdienst und kennzeichnen Sie das Feld „Gasthörer“ entsprechend.

Wichtige Eckpunkte:

  • Angehende Lehrkräfte im Gasthörerstatus beginnen den Vorbereitungsdienst in einem Ausbildungsverhältnis analog zum öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis.
  • Für die Prüfungen an den Hochschulen erfolgt eine Freistellung durch die Seminarleitungen.
  • Eine Freistellung von den Verpflichtungen an der Ausbildungsschule oder dem Seminar für Veranstaltungen an der Hochschule (Vorlesungen, Seminare, Exkursionen, ...) kann nicht erfolgen.
  • Nach der Vorlage des Nachweises über den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs können angehende Lehrkräfte im Gasthörerstatus endgültig zum Vorbereitungsdienst zugelassen und bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen auch in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf überführt werden.
  • Der Nachweis über den Abschluss des Lehramtsstudiums muss bis spätestens 31.03. beim zuständigen Regierungspräsidium vorgelegt werden.
  • Erfolgt keine Vorlage, endet die Ausbildung im Gasthörerstatus mit Ablauf des 31.03.. Eine erneute Bewerbung für den Vorbereitungsdienst zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich.
  • Der Zeitraum als Gasthörer/Gasthörerin kann durch die Vorlage einer Bestehensbescheinigung verkürzt werden. Diese kann nach Ende der Modulprüfungen von den Hochschulen ausgestellt werden und bestätigt, dass alle Studien- und Prüfungsinhalte im Masterstudium - diese beinhalten beim Lehramt Grundschule einen Umfang von 60 ECTS-Punkten, bei den anderen Lehrämtern einen Umfang von 120 ECTS - erfolgreich absolviert wurden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Masterarbeit, sofern noch nicht abgeschlossen, mindestens mit der Note „ausreichend“ (4,0) bewertet werden wird.
  • Sofern die ausstehenden Modulprüfungen nicht bestanden werden, endet die Ausbildung im Gasthörerstatus mit sofortiger Wirkung, also ggf. bereits vor dem 31.03.. Auch hier ist eine erneute Bewerbung für den Vorbereitungsdienst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.
  • Es wird eine monatliche Unterhaltsbeihilfe in Höhe des Anwärtergrundbetrags, den vergleichbare Lehramtsanwärterinnen/Lehramtsanwärter oder Studienreferendarinnen/Studienreferendare im Beamtenverhältnis auf Widerruf erhalten,  gewährt.

Angehende Lehrkräfte im Gasthörerstatus unterliegen folgenden Pflichten:

  • Die Gasthörerin/der Gasthörer soll allen Verpflichtungen am Seminar und an der Ausbildungsschule nachkommen.
  • Der Nachweis über den Abschluss des Lehramtsstudiums muss bis spätestens 31.03. beim zuständigen Regierungspräsidium vorgelegt werden.
  • Sofern die ausstehenden Modulprüfungen nicht bestanden werden, endet die Ausbildung im Gasthörerstatus mit sofortiger Wirkung, also ggf. bereits vor dem 31.03.. Eine entsprechende Mitteilung hat durch die angehende Lehrkraft im Gasthörerstatus umgehend, spätestens jedoch am Folgetag der nicht bestandenen Modulprüfung, an das Regierungspräsidium und das Seminar zu erfolgen.
  • Ab Vorlage der Bestehensbescheinigung beim zuständigen Regierungspräsidium und bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen ist eine Ernennung zur Studienreferendarin/zum Studienreferendar bzw. zur Lehramtsanwärterin/zum Lehramtsanwärter unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf grundsätzlich nur dann möglich, wenn bereits als Gasthörerin/Gasthörer allen Verpflichtungen am Seminar und an der Ausbildungsschule nachgekommen wurde.
 

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